Wo ist Harald? (Ivan Teil 1)

Hal, Talaviel, Tanner und Yorman sind seit eineinhalb Tagen im Regen unterwegs, da kommt ihnen der Anblick eines kleinen Weilers, der eine Rast im Trockenen verspricht, sehr gelegen. Zwei Häuer stechen aus der Ansiedlung heraus: ein großes Gasthaus und ein kleines, zweistöckiges Häuschen, auf dessen Fassade überlebensgroß ein Magier in blauer Robe mit glitzernden Sternen gemalt ist: „Ivans Magisches Emporium“.

Im Gasthaus bestellen sie warmes Essen und ziehen trockene Kleidung an. Eine Tafel über der Theke, auf der Zaubertränke zu Kauf angepriesen waren, nun aber alle ausgestrichen sind, weckt ihr Interesse. Ansgar, der Wirt erklärt, dass sein Lieferant überfällig ist und deshalb die Vorräte aufgebraucht sind. Zwar biete auch Ivan Tränke an, aber die seien nur minderer Qualität, behauptet er.

Beim Essen kommt Anna, Ansgars Nichte und macht eine Szene, weil ihr Verlobter Harald – der Zaubertrank Lieferant – seit über einer Woche kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben hat. Sie bekniet Ansgar, ihn zu suchen oder zumindest ihr zu erlauben, zu Haralds einsam im Wald stehender Hütte gehen zu dürfen. Der Onkel verbietet es ihr, weil es wegen der Banditen im Wald zu gefährlich sei. Nach einigem Hin und Her bietet Hal an, dass die Abenteurer nach Harald sehen, gegen Bezahlung natürlich. Ansgar verspricht ihnen, um seine Nicht zu beruhigen, 100 Silbermünzen und freie Kost und Logis.

Nach dem Essen besucht die Gruppe noch Ivans Emporium. Der Laden wirkt wie eine schlecht sortierte Gebrauchtwaren-Handlung. Der Besitzer spricht zunächst von hinter einem Vorhang im Hinterzimmer (er zaubert vermutlich), dann schreitet ein beeindruckender Mann in glitzernder blauer Robe herein, ein lebensechtes Abbild der Zeichnung von draußen. Er preist seine Waren überschwänglich an, aber nur Hal kauft tatsächlich ein paar Vorräte für seine Laborausrüstung ein. Yorman lässt sich nicht auf eine Abmachung ein, Ivan für einen Stärke-Trank am nächsten Tag als Leibwächter zu einem vermutlich gefährlichen Treffen in den Hügeln zu begleiten.

Ivan versucht noch, Heiltränke mit einer „geheimen Zutat“ zu verkaufen, die überraschend preisgünstig sind. Doch Hal schnuppert daran und erkennt, dass der Hersteller vermutlich Erde vom Friedhof hineinmischt, woraufhin niemand zugreift.

Am nächsten Morgen will die Gruppe Ivan zum Marsch in die Hügel abholen, da Haralds Hütte ohnehin auf dem Weg dorthin läge. Aber ein völlig verschlafener Ladenbesitzer, dessen Aussehen fast gar nichts mehr mit der strahlenden Erscheinung vom Vortag gemein hat, weist sie an, mittags wieder zu kommen, worauf sie ihn zurücklassen.

Im Wald erreichen  die Abenteurer den großen Stein, der als Wegmarkierung dient. Dort lauert ein Ork, der zu fliehen versucht, aber niedergestreckt wird. Auf dem schmalen Pfad zur Hütte ist eine Fallgrube ausgehoben, die Talaviel untersucht und feststellt, dass sie nur von der eigentlichen Falle ablenken soll – einer Alarmvorrichtung, die die Hüttenbewohner vor Herannahenden warnen soll. Tanner untersucht die Umgebung und entdeckt eindeutige Zeichen, dass die Fallen von Orks aufgestellt wurden.

Vorsichtig pirschen sich die Helden an die Hütte heran und stürmen hinein. Talaviel erschießt einen Ork, der seinen Kopf aus der zum Keller führenden Falltür steckt, und Yorman stürzt sich die Leiter hinab, um den zweiten Ork dort unten zu bekämpfen. Durch den Lärm wachen drei weitere Orks in der Dachkammer auf und es entbrennt ein wilder Kampf in der Hütte, der für die Abenteurer zeitweilig gar nicht gut aussieht. Der Elf geht tödlich getroffen zu Boden und muss Gnom gerettet werden. Doch langsam gewinnen die Helden die Oberhand und obwohl Yorman beim Versuch, von der Kellerleiter nach oben zu springen sich an der Kante der Falltür das Kinn aufschlägt, nimmt er die Leiter beim nächsten Mal im Laufschritt und haut den letzten Gegner um.

In der Hütte herrscht ein völliges Durcheinander, fast alles ist zerstört, im Kamin liegt ein verbranntes Buch. Im Dachgeschoss findet sich neben einem Beutel mit Heiltränken eine verschlossene Metallschatulle, die zusätzlich mit einer Falle gesichert ist, aber trotzdem mit einiger Mühe von Talaviel geknackt wird. Darin liegen verbesserte Feuerbomben, einschließlich der Formel zur Herstellung und Rohmaterialien, die Hal glücklich einpackt.

Heimlich pirscht die Gruppe weiter in Richtung der Hügel und erspäht rechtzeitig einen Wächter, ehe sie selbst bemerkt werden. Während Talaviel sich anschleicht, kommt Tanner in eine gute Schussposition und kann die Wache ausschalten. Unbemerkt können danach alle an den Rand eines Talkessels schleichen, in dem sich beinahe zwanzig Orks um ein Lagerfeuer versammelt haben. Ein Anführer brüllt aus einem Höhleneingang, dass er sofort benachrichtigt werden will, sobald die Späher zurück seien. Die Chefin wolle den Gefangenen nur noch einmal verhören, dann werde man den Weiler überfallen.

Aus dem Hinterhalt feuern die Abenteurer auf die Orks und im Talkessel bricht Chaos aus. Doch langsam organisiert sich der Gegenangriff und kurzzeitig sieht es so aus, als würden die Helden durch die Übermacht überwältigt, auch weil den Bogenschützen die Munition auszugehen droht. Aber Yorman teilt so gewaltige Schläge aus, dass die Moral der Orks bricht und wer noch nicht geflohen ist, sein Leben im nahen Wald zu retten versucht.

Langsam tastet man sich in die dunkle Höhle hinein. An einer steil abfallenden Kante wartet ein Ork, der aber früh genug entdeckt wird. Yorman wirft ihn hinab in die Tiefe, die von den Orks als Abfallgrube benutzt wird und einen bestialischen Gestank verbreitet.

Jenseits der Grube weist schwacher Lichtschimmer den Weg zur Kammer, wo die Chefin, in einen Kapuzenumhang gehüllt, sich über einen gefesselten Gefangenen beugt. Ihre zwei Leibwächter können den Zwerg nicht aufhalten. Sie wendet sich um, so dass man sie als Tiefling erkennt. Anstatt sich zu wehren, macht sie sich unsichtbar und schleicht davon.

Die beiden Ork-Leibwächter sind rasch erledigt, aber wo ist die Chefin? Vielleicht kann man ihr am Engpass bei der Abfallgrube den Weg abschneiden? Bis auf Tanner, der sich um den Gefangenen kümmert, rennen alle zurück und trotzen dem beißenden Gestank. Nur Yorman geht ein paar Schritte in einen Nebengang, um frische Luft zu schnappen. Dort bemerkt er die Bewegung von Steinchen auf dem Boden. Die Unsichtbare verletzt ihn mit höllischer Kälte, wird dadurch aber wieder sichtbar und er kann sie niederstrecken.

Der Gefangene drückt seine Dankbarkeit aus und stellt sich als Harald vor. Die Orks sollten im Auftrag von Ivan sein Formelbuch rauben, das er rechtzeitig verbrennen konnte. Die von ihm entdeckten Formeln hatte er aber immer mit Geheimtinte auf die Rückseiten seiner Briefe an Anna geschrieben, so dass eine vollständige Kopie existiert. Er überlässt seinen Rettern die Hälfte des für die Hochzeit gesparten Goldes.

Zurück im Weiler müssen die Abenteurer feststellen, dass Ivan überstürzt geflohen ist. Hal nutzt das leerstehende Labor, um die neu erworbenen Formeln auszuprobieren. Tanner setzt sich sofort auf die die Spur des Fliehenden.

Es folgt „die Jagd auf Ivan“.

 

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